Wann darf man die eigene Hecke zuschneiden?

Da viele Vögel in Hecken nisten und gerade ab März anfangen zu brüten, ist ein massiver Rückschnitt einer Hecke oder das Entfernen einer Hecke nur von Oktober bis Februar erlaubt (auch Gebüsche und Sträucher).

§ 39 Bundesnaturschutzgesetz: "Es ist verboten, (...) Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen".

Entdecken Sie bei einem geplanten Zuschnitt einen brütenden Vogel in der Hecke, müssen Sie den Heckenschnitt in jedem Fall verschieben. Solche Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz können in Bayern mit Bußgeldern bis zu 10.000 EUR beziffert werden. 

Bäume an Grundstücksgrenze

In Bayern gilt nach Art. 47 Abs. 7 AGBGB, dass Pflanzen, die kleiner als zwei Meter sind, mindestens 50 Zentimeter Abstand zur Grundstücksgrenze halten müssen.

Bei Gewächsen, die höher als zwei Meter werden, müssen min. zwei Meter zwischen Pflanze und Grundstücksgrenze liegen.

Gemessen wird bei Bäumen von der Mitte des Stammes; bei Sträuchern und Hecken von der Mitte des am nächsten an der Grenze stehenden Triebes.

In der Regel hat der Baum, der zu nah an der Grundstücksgrenze gepflanzt worden ist, nach fünf Jahren einen Bestandschutz, egal ob er hätte gepflanzt werden dürfen oder nicht.